Rinderflanksteak ist ein oft unterschätztes Stück Fleisch … bis man es einmal richtig zubereitet. Als ich es zum ersten Mal kochte, suchte ich nach einem einfachen, wohltuenden Gericht, das die Küche mit einem herrlichen Duft erfüllen sollte, ohne stundenlange Aufmerksamkeit zu erfordern.
Das Ergebnis: zartes Fleisch, eine duftende, hellbraune Sauce und Gemüse, das den Geschmack des Rindfleischs aufgenommen hat. Es ist ein Gericht, das selbst an einem Wochentag sofort an ein Sonntagsessen erinnert.
Meine Version ist recht klassisch: Man brät das Fleisch scharf an, um das Aroma zu entfalten, dünstet dann aromatisches Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Lauch) an, gibt Brühe hinzu und lässt alles köcheln. Der entscheidende Unterschied liegt im Ablöschen des Bratensafts: Dort steckt der Geschmack. Zum Schluss lasse ich die Sauce gerne etwas einkochen, bis sie am Löffelrücken haften bleibt.
Auf dem Teller präsentiert sich ein ausgewogenes und einfach zuzubereitendes Gericht: hochwertiges Eiweiß, viel Gemüse und eine aromatische Brühe. Karotten, Lauch und Zwiebeln verleihen dem Gericht zudem eine natürliche Süße und eine angenehme Fülle.
Sie können das Rezept ganz einfach nach Ihrem Geschmack anpassen: Geben Sie beim Servieren mehr oder weniger Senf hinzu, etwas mehr Pfeffer oder, wenn Sie es etwas rustikaler mögen, ein paar Gewürzgurken dazu. Das Grundrezept bleibt jedoch gleich: Flanksteak, Auflaufform, sanftes Köcheln und etwas Geduld.

Rinderflanke
4
Teile15
Minuten40
Minuten515
kcal55
MinutenEin Flanksteak, scharf angebraten und anschließend sanft mit Karotten, Lauch und Zwiebeln geschmort – wie ein gutes Familienessen. Das Fleisch wird butterzart und die Brühe verwandelt sich in eine duftende Sauce, die hervorragend zu gedämpften Kartoffeln passt.
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Zutaten
800 g ) Rinderflanksteak (in einem oder zwei Stücken
2 Karotten (ca. 200 g)
1 Lauch (ca. 180 g)
2 gelbe Zwiebeln (ca. 220 g)
2 Knoblauchzehen
1 Esslöffel neutrales Öl (Sonnenblumen- oder Traubenkernöl)
20 Butter g
15 cl trockener Weißwein
50 cl Rinderbrühe
1 Lorbeerblatt
2 Thymianzweige
1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
1 Teelöffel grobes Salz (bei Bedarf anpassen)
1 Esslöffel Senf (zum Servieren, optional, aber sehr klassisch)
Frische Petersilie (optional, zum Garnieren)
Vorbereitungsschritte
- Bereiten Sie das Gemüse vor: Schälen Sie die Karotten und schneiden Sie sie in Stücke. Schneiden Sie die Zwiebeln in Scheiben. Waschen Sie den Lauch und schneiden Sie ihn in Ringe (verwenden Sie dabei hauptsächlich die weißen und zarten grünen Teile). Zerdrücken Sie den Knoblauch mit der flachen Seite eines Messers.
- Das Flanksteak mit Küchenpapier trocken tupfen. Eine Seite leicht salzen (die Salzmenge wird am Ende der Garzeit angepasst).
- Öl und Butter in einem Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Sobald die Butter schön schäumt, das Flanksteak hineingeben und von jeder Seite 3 bis 4 Minuten scharf anbraten, bis es eine schöne Farbe hat. Wichtig: Es soll bräunen, aber nicht verbrennen.
- Das Fleisch auf einen Teller geben. Zwiebeln, Karotten und Lauch in denselben Topf geben und 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis sie weich sind und leicht bräunen.
- Das Fleisch zurück in den Topf geben. Knoblauch, Lorbeerblatt, Thymian und Pfefferkörner hinzufügen.
- Mit Weißwein ablöschen: Den Wein auf einmal dazugeben und mit einem Holzlöffel den Boden abkratzen, um die aromatischen Reste zu lösen. 2 Minuten einkochen lassen.
- Die Rinderbrühe hinzufügen. Die Flüssigkeit sollte das Fleisch bis zur Hälfte bedecken (bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen). Zugedeckt 25 bis 30 Minuten köcheln lassen. Falls es stark kocht, die Hitze reduzieren: Durch das sanfte Köcheln wird das Fleisch zarter.
- Prüfen Sie den Garzustand: Das Flanksteak sollte sehr zart sein. Probieren Sie den austretenden Saft und würzen Sie gegebenenfalls nach. Wenn Sie eine dickere Soße bevorzugen, nehmen Sie das Fleisch für 2 Minuten aus der Pfanne und lassen Sie die Soße ohne Deckel einkochen.
- Schneiden Sie das Flanksteak quer zur Faser in Scheiben. Servieren Sie es mit dem Gemüse und beträufeln Sie es mit dem Bratensaft. Geben Sie einen Löffel Senf und, falls vorhanden, etwas Petersilie hinzu.
📊 Nährwertangaben
1 Portion (ca. 360 g)
| Nährstoff | Wert |
|---|---|
| Kalorien | 515 kcal |
| Proteine | 42 g |
| Kohlenhydrate | 18 g |
| einschließlich Zucker | 8 g |
| Lipide | 27 g |
| einschließlich gesättigter Fettsäuren | 12 g |
| Fasern | 4g |
| Natrium | 780 mg |
| Vitamine | |
| Vitamin B12 | 120 % der empfohlenen Tagesdosis (RDA) |
| Vitamin A | 70 % der empfohlenen Tagesdosis (RDA) |
| Vitamin B6 | 35% AJR |
| Mineralien | |
| Eisen | 40% AJR |
| Zink | 55% AJR |
| Kalium | 25% AJR |
* RDA = Empfohlene Tagesdosis
📝 Notizen
Falls Sie noch Saft und Gemüse übrig haben, heben Sie diese auf: Am nächsten Tag eignen sie sich hervorragend als Basis zum Kochen von Reis oder Nudeln oder zum Aufwärmen von gedämpften Kartoffeln direkt darin.
💡 Tipps vom Küchenchef
Für wirklich köstliches Fleisch schneiden Sie die Flanke immer quer zur Faser. Achten Sie außerdem auf die Garstufe: Sanftes Köcheln (nicht Kochen) macht einen großen Unterschied für die Konsistenz.
🔄 Variationen
- Bistro-Variante: Servieren Sie dazu Essiggurken und scharfen Senf sowie eine Handvoll gedämpfter Kartoffeln.
- Für eine stärkere Variante: Ersetzen Sie den Weißwein durch 10 cl Rotwein und 5 cl Wasser, wobei die gleiche Menge an Wasser verwendet wird.

