Ich liebe Eintopfgerichte, die aus drei einfachen Zutaten ein richtiges Essen zaubern. Rotkohl-Schweinefleisch-Pfanne ist genau so ein Gericht: Man brät das Fleisch an, dünstet den Kohl in etwas Flüssigkeit und verfeinert das Ganze mit einer pikanten Note.
Ich habe es zum ersten Mal an einem geschäftigen Winterabend zubereitet, als noch ein halber Kohlkopf und ein paar Stücke Schweinefleisch übrig waren. Seitdem ist es bei uns zu Hause ein Klassiker geworden!
Was mir gefällt, ist der Kontrast: Der Rotkohl zergeht auf der Zunge, behält aber noch etwas Biss, das Schweinefleisch bleibt saftig, wenn man es gut anbrät, und der Apfel bringt diese süß-säuerliche, sehr „brasserieartige“ Note ein.
Essig (idealerweise Apfelessig) ist unerlässlich: Er gleicht den Fettgehalt aus und verleiht den Gerichten den typischen Geschmack von in der Pfanne gebratenem Kohl nach französischer Art.
Saisonal gesehen passt es perfekt zum Thema: Rotkohl, Äpfel und Zwiebeln sind leicht erhältlich und lange haltbar. Nährstofftechnisch liefert der Rotkohl Ballaststoffe und Vitamin C, der Apfel eine natürliche Süße und das Schweinefleisch Eiweiß.
Sie können das Gericht nach Belieben abschmecken, ohne seinen Charakter zu verändern: Geben Sie je nach Geschmack mehr oder weniger Essig hinzu, etwas mehr Brühe, wenn Sie es besonders cremig mögen, und zum Schluss einen Hauch Senf, um die Sauce abzurunden. Servieren Sie es mit gedämpften Kartoffeln oder einfachem Kartoffelpüree – fertig!

Gebratener Rotkohl mit Schweinefleisch
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Teile22
Minuten40
Minuten513
kcal1
Stunde2
MinutenEin klassisches französisches Wokgericht: goldbraun gebratenes Schweinefleisch, zarter Rotkohl, leicht säuerliche Äpfel und eine Essigsauce, die alles umhüllt. Es ist schnell zubereitet, duftet herrlich und ergibt eine vollwertige und wohltuende Mahlzeit.
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Zutaten
600 g Schweinelende (oder Schweinefleisch-Wokgericht), in 2-3 cm große Würfel geschnitten
700 g ein großer Kohlkopf), fein geschnitten
2 Äpfel (wie z. B. Reine des Reinettes oder Boskoop), geviertelt und dann in dicke Scheiben geschnitten
1 große Zwiebel, in Scheiben geschnitten
2 Knoblauchzehen, gehackt
2 Esslöffel neutrales Öl (Sonnenblumen- oder Traubenkernöl)
20 Butter g
15 cl Brühe (Hühner- oder Gemüsebrühe)
2 Esslöffel Apfelessig
1 Esslöffel Dijon-Senf
1 Lorbeerblatt
1/2 Teelöffel Wacholderbeeren, leicht zerdrückt
1/2 Teelöffel feines Salz (bei Bedarf anpassen)
Schwarzer Pfeffer
Anweisungen
- Bereiten Sie alles vor, bevor Sie mit dem Kochen beginnen: Schneiden Sie den Rotkohl und die Zwiebel fein, hacken Sie den Knoblauch und schneiden Sie die Äpfel in Scheiben. So gelingt der Rest reibungslos.
- Eine große Sauteuse (oder einen breiten Schmortopf) mit Öl bei starker Hitze erhitzen. Die Schweinefleischwürfel möglichst in einer einzigen Schicht hineingeben. 4 bis 6 Minuten scharf anbraten, anfangs nur gelegentlich umrühren, bis sie gut gebräunt sind. Leicht mit Salz und Pfeffer würzen, dann das Fleisch auf einen Teller geben (den Bratensaft aufbewahren).
- Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Die Butter in die Pfanne geben, dann die Zwiebel. 3 Minuten anbraten und dabei die angebratenen Reste vom Pfannenboden lösen. Knoblauch, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren hinzufügen und 30 Sekunden mitbraten (bis es duftet).
- Den Rotkohl dazugeben. Zwei Minuten lang vermengen: Er wirkt anfangs riesig, das ist normal, er schrumpft schnell. Etwas Salz hinzufügen (nicht zu viel, die Menge kann später noch angepasst werden).
- Mit Apfelessig ablöschen: Über den Kohl gießen und den Pfannenboden gut abkratzen. Brühe hinzufügen, abdecken und 15 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze köcheln lassen. Ein- bis zweimal umrühren: Der Kohl soll zart, aber nicht matschig sein.
- Das Schweinefleisch (samt Bratensaft) zurück in die Pfanne geben. Zugedeckt weitere 8 bis 10 Minuten garen, bis das Fleisch durchgegart ist und sich die Aromen verbunden haben.
- Die Äpfel hinzufügen. 5 Minuten kochen lassen, ohne sie zu sehr zu zerdrücken: Sie sollten weich werden, aber noch ihre Form behalten.
- Vom Herd nehmen, Dijon-Senf hinzufügen und unter Rühren andicken lassen. Abschmecken und gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Essig nachwürzen, falls Sie einen kräftigeren Geschmack bevorzugen. Heiß servieren.
📊 Nährwertangaben
1 Portion (ca. 430 g)
| Nährstoff | Wert |
|---|---|
| Kalorien | 513 kcal |
| Proteine | 29 g |
| Kohlenhydrate | 26 g |
| einschließlich Zucker | 15 g |
| Lipide | 32 g |
| einschließlich gesättigter Fettsäuren | 10 g |
| Fasern | 7 g |
| Natrium | 650 mg |
| Vitamine | |
| Vitamin C | 95 % der empfohlenen Tagesdosis |
| Vitamin B6 | 35% AJR |
| Vitamin K | 30% AJR |
| Mineralien | |
| Kalium | 22% AJR |
| Phosphor | 25% AJR |
| Eisen | 18% AJR |
* RDA = Empfohlene Tagesdosis
📝 Notizen
Wenn Sie es im Voraus zubereiten, erwärmen Sie es vorsichtig mit einem Schuss Brühe: Der Kohl saugt die Soße beim Abkühlen auf. Am nächsten Tag schmeckt es sogar noch besser, besonders mit gedämpften Kartoffeln.
💡 Tipps vom Küchenchef
Für zartes Schweinefleisch vermeiden Sie es, es in sprudelndem Wasser zu lange zu kochen: Braten Sie es zunächst scharf an und garen Sie es dann zugedeckt sanft fertig. Falls Ihr Kohl nicht viel Flüssigkeit abgibt, geben Sie während des Kochens 50 ml Brühe hinzu. Und wenn Sie eine dickere Soße bevorzugen, lassen Sie diese kurz vor dem Servieren 2 Minuten ohne Deckel einkochen.
🔄 Variationen
- Eine rustikalere Variante: Ersetzen Sie das Lendenstück durch halbgesalzene Schulter (weichen Sie diese 1 Stunde lang in kaltem Wasser ein, um überschüssiges Salz zu entfernen) und reduzieren Sie den Salzgehalt beim Kochen.
- Mildere Variante: Geben Sie 1 kleinen Teelöffel Honig gleichzeitig mit dem Essig hinzu, ohne den Rest zu berühren.

