Wildschweineintopf in einer Winterpastete

Wildschweineintopf in einer Winterpastete

Ich liebe traditionellen Wildschweineintopf: diesen leicht wilden Geschmack, die dunkle Soße, die am Löffel klebt, und das Gefühl eines wirklich authentischen Gerichts, das die Küche sofort wärmt. Das einzige Problem ist, dass Eintopf normalerweise stundenlang köcheln muss. Deshalb habe ich eine clevere Wintervariante entwickelt: Ich nehme einen vorgekochten Eintopf (entweder selbstgemacht und aufgewärmt oder von einem guten Caterer) und verwandle ihn in eine Pastete.

Die Idee ist simpel: Man konzentriert die Sauce (Reduzieren bedeutet einfach, sie sanft köcheln zu lassen, bis sie eindickt), gibt festes Wintergemüse (Karotten, Champignons) hinzu und hüllt alles in Blätterteig. Das Ergebnis: Die zartschmelzende Konsistenz des Eintopfs kombiniert mit der Knusprigkeit der Kruste ergibt ein Gericht zum Teilen, das auf jedem Tisch Eindruck macht.

Rein technisch gesehen ist es ganz einfach: Die Pilze kurz anbraten, mit Rotwein ablöschen, um den Bratensaft zu lösen, und die Sauce dann so weit eindicken lassen, dass sie am Löffelrücken haften bleibt, bevor die Füllung hinzugegeben wird. Der eigentliche Trick ist, keine zu flüssige Füllung zu verwenden, sonst wird der Teig matschig. Sobald man das im Griff hat, ist alles erledigt.

Und Sie können es ganz nach Ihrem Geschmack verfeinern: etwas Orangenschale für provenzalische Aromen, eine Handvoll Kastanien für winterliche Stimmung oder eine Prise Kakao in der Sauce (ja, wirklich!), um die Bitterkeit des Weins abzumildern. Im Grunde ist es ein traditionelles Rezept, nur mit einer besonderen Note in der Präsentation.

Wildschweineintopf in einer Winterpastete

Rezept von Nathalie Laplace
5,0 basierend auf 1 Stimme
Art des Gerichts: HauptgerichtKüche: FranzösischSchwierigkeit: Durchschnitt
Portionen

4

Portionen
Vorbereitungszeit

30

Minuten
Garzeit

40

Minuten
Kalorien

300

kcal
Gesamtzeit

1

Stunde 

10

Minuten

Ein traditioneller Wildschweineintopf, serviert in einer knusprigen Pastete. Innen: zartes Fleisch, Karotten und Champignons sowie eine reichhaltige, sämige Soße.

Kochmodus

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Zutaten

  • 800 g ) traditioneller Wildschweineintopf, bereits gekocht (Fleisch + Soße

  • 1 Blätterteig (ca. 230 g)

  • 200 g Champignons

  • 200 Karotten g

  • 1 Zwiebel (ca. 120 g)

  • 1 Knoblauchzehe

  • 10 cl Rotwein

  • 1 Esslöffel Tomatenmark (ca. 15 g)

  • 1 Esslöffel Mehl (ca. 10 g)

  • 1 Esslöffel Olivenöl (ca. 10 g)

  • 1 Ei (für die Eistreiche)

  • 1 Lorbeerblatt (optional)

  • Pfeffer (und Salz nur bei Bedarf, je nach Eintopf)

Vorbereitungsschritte

  • Heizen Sie den Backofen auf 200 °C vor. Nehmen Sie den Blätterteig aus dem Kühlschrank, damit er etwas ruhen kann.
  • Die Karotten schälen und würfeln (5–7 mm). Die Zwiebel fein hacken. Den Knoblauch fein hacken. Die Champignons in Scheiben schneiden.
  • Erhitzen Sie das Olivenöl in einer großen Pfanne. Geben Sie die Zwiebel und eine Prise Salz hinzu und braten Sie alles bei mittlerer Hitze 3 Minuten lang an, bis die Zwiebel glasig ist.
  • Die Pilze hinzufügen und die Hitze etwas erhöhen. Kurz einweichen lassen, bis sie Wasser abgeben, und dann 5–6 Minuten anbraten. Den Knoblauch 30 Sekunden mitbraten, nicht länger (sonst verbrennt er).
  • Die gewürfelten Karotten hinzufügen und 2 Minuten lang verrühren. Das Mehl einstreuen und 1 Minute lang rühren; dadurch dickt die Soße klumpenfrei an.
  • Mit Rotwein ablöschen: Den gesamten Wein auf einmal hineingießen, den Boden der Pfanne mit einem Spatel abkratzen und 2-3 Minuten einkochen lassen.
  • Wildschweineintopf (Fleisch und Soße), Tomatenmark und nach Belieben ein Lorbeerblatt hinzufügen. 10–12 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit reduziert ist; es soll eine sämige Soße entstehen, keine Suppe. Mit Pfeffer würzen. Vor dem Salzen abschmecken (der Eintopf ist oft schon salzig).
  • Gießen Sie die Füllung in eine Kuchenform (ca. 24 cm) und lassen Sie sie 5 Minuten abkühlen: Ist sie zu heiß, wird der Teig weich.
  • Den Blätterteig auf der Form ausrollen. Die Ränder gut andrücken. In der Mitte ein kleines Loch (ca. 1 cm Durchmesser) einstechen, damit der Dampf entweichen kann.
  • Das Ei verquirlen und den Teig damit bestreichen. Mit einem Messer einige dekorative Schnitte machen, ohne dabei die Füllung zu verletzen.
  • Bei 200 °C 22–25 Minuten backen, bis der Kuchen gut aufgegangen und goldbraun ist. Vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen: Die Soße setzt sich und der Kuchen behält besser seine Form.

📊 Nährwertangaben

1 Portion (ca. 430 g)

NährstoffWert
Kalorien685 kcal
Proteine50 g
Kohlenhydrate45 g
einschließlich Zucker9 g
Lipide30 g
einschließlich gesättigter Fettsäuren9 g
Fasern6 g
Natrium1050 mg
Vitamine
Vitamin A95 % der empfohlenen Tagesdosis
Vitamin B12110 % der empfohlenen Tagesdosis
Vitamin B375 % der empfohlenen Tagesdosis (RDA)
Mineralien
Eisen45% AJR
Zink55% AJR
Phosphor60 % der empfohlenen Tagesdosis (RDA)

* RDA = Empfohlene Tagesdosis


📝 Notizen

Wenn Sie Reste von selbstgemachtem Eintopf vom Vortag verwenden, schmeckt es sogar noch besser: Die Aromen verbinden sich intensiver und die Soße reduziert sich schneller. Zum Servieren passt ein einfacher Endivien- oder Feldsalat mit Senfdressing hervorragend und bildet einen perfekten Kontrast zur Reichhaltigkeit des Auflaufs.


💡 Tipps vom Küchenchef

Das Geheimnis liegt in der Reduktion: Ist die Füllung zu flüssig, wird der Teig matschig. Ist Ihr Eintopf sehr sämig, verlängern Sie die Reduktionszeit um 5 Minuten oder geben Sie am Ende der Garzeit 1 Teelöffel in etwas kaltem Wasser aufgelöste Speisestärke hinzu.


🔄 Variationen

  • Provenzalische Variante (6/10): Fein abgeriebene Orangenschale und eine Prise Zimt zur Reduktion geben.
  • Waldvariante (6/10): Die Hälfte der Champignons durch braune Champignons oder eine Waldmischung ersetzen.

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