Als ich zum ersten Mal mit Hiobstränen (auch bekannt als „Hiobstränen“) kochte, hatte ich eine echte Offenbarung: Sie sind eine Mischung aus rustikalem Getreide und kleinen Nudeln, mit einem perlmuttartigen Glanz und einer sehr angenehmen Textur. Sie sind die Art von Zutat, die ein einfaches Gericht auf dem Teller im Nu raffiniert wirken lässt.
Coix lacryma-jobi, auch bekannt als Hiobstränengras, Perlengras, Larmille, Halskettengras oder Perlensamen, ist eine in Südostasien beheimatete Art aus der Familie der Süßgräser (Poaceae), die an feuchten Standorten wächst. Es handelt sich um ein relativ proteinreiches und glutenfreies Getreide
In meiner traditionellen Version behandle ich sie wie ein Urgetreide der französischen Küche: eine aromatische Basis (Zwiebeln, Knoblauch), ein Schuss Brühe, sanftes Garen, dann garniert mit sautiertem Gemüse und Pilzen für den Geschmack. Zum Schluss noch etwas Butter und Petersilie, um das Gericht abzurunden und ihm jene besondere Note zu verleihen, die wir so lieben.
Um dem Gericht eine saisonale Note zu verleihen und seinen Charakter zu bewahren, füge ich Lauch, Karotten und Champignons hinzu. Das sorgt für eine cremige Konsistenz, eine leichte Süße und ein erdiges Aroma. Auch ernährungsphysiologisch ist es ein recht ausgewogenes Gericht: komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe, etwas pflanzliches Eiweiß und eine gute Portion Gemüse.
Wenn Sie dieses Gericht noch nie gekocht haben, keine Sorge: Wichtig ist nur, den Kochvorgang nicht zu überstürzen. Lassen Sie es sanft köcheln, behalten Sie den Flüssigkeitsstand im Auge und probieren Sie es am Ende.
Danach können Sie das Rezept ganz einfach anpassen: mehr Petersilie, etwas Weißwein beim Ablöschen oder, wenn Sie möchten, einen Hauch altmodischen Senf (die Basis bleibt aber gleich).

Hiobstränen (Gemüseeintopf)
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MinutenHiobstränen (oder „Hiobskörner“) werden wie ein kleiner Gemüseeintopf mit Pilzen, Lauch und Karotten schonend gekocht. Abgerundet wird das Ganze mit etwas Butter und Petersilie zu einem einfachen, wärmenden und wahrhaft köstlichen Gericht.
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Zutaten
260 g Hiobskörner oder Hiobstränen (trocken)
1 gelbe Zwiebel (ca. 120 g)
2 Knoblauchzehen
1 Lauch (ca. 180 g netto)
2 Karotten (ca. 200 g)
250 g Champignons
1,1 Liter heiße Gemüsebrühe
40 Butter g
2 Esslöffel Olivenöl (ca. 20 g)
2 Esslöffel gehackte glatte Petersilie
1 Lorbeerblatt
1 Zweig Thymian
1 Teelöffel feines Salz (bei Bedarf anpassen)
Schwarzer Pfeffer
Vorbereitungsschritte
- Die Hiobskörner in einem Sieb mit kaltem Wasser abspülen und gut umrühren. Abtropfen lassen.
- Die Zwiebel fein hacken. Den Knoblauch fein hacken. Den Lauch waschen und in dünne Halbmonde schneiden. Die Karotten würfeln (je kleiner die Würfel, desto schneller garen sie). Die Champignons in Scheiben schneiden.
- In einem Schmortopf 1 EL Olivenöl mit 20 g Butter erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 3 Minuten andünsten, ohne sie zu bräunen. Knoblauch hinzufügen und 30 Sekunden mitdünsten.
- Gieße die Hiobstränen in den Topf. Zwei Minuten lang umrühren: Dadurch werden sie mit Fett überzogen und erhalten einen runderen Geschmack.
- Lorbeerblatt und Thymian hinzufügen, dann 900 ml heiße Brühe angießen. Zum Köcheln bringen, den Topf teilweise abdecken und 22 Minuten garen, dabei gelegentlich umrühren. Falls die Sauce anzubrennen droht oder zu trocken wird, etwas Brühe nachgießen.
- In einer großen Pfanne den zweiten Esslöffel Olivenöl erhitzen. Die Pilze darin bei recht starker Hitze 6 bis 7 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind und das Wasser verdampft ist. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen und beiseitestellen.
- In derselben Pfanne 20 g Butter hinzufügen. Lauch und Karotten bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten andünsten, bis sie weich sind. Beiseite stellen.
- Sobald die Körner weich werden, aber noch etwas Biss haben, Lauch und Karotten in den Topf geben. Etwa 200 ml der restlichen Brühe angießen. Weitere 8 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.
- Die Pilze hinzufügen. Weitere 3 Minuten kochen lassen, dann abschmecken: Die Körner sollten weich, aber noch bissfest sein. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Vom Herd nehmen, Petersilie hinzufügen und verrühren. Zugedeckt 2 Minuten ruhen lassen: Die Konsistenz festigt sich und das Gericht wird sämiger.
📊 Nährwertangaben
1 Portion (ca. 410 g)
| Nährstoff | Wert |
|---|---|
| Kalorien | 437 kcal |
| Proteine | 11,6 g |
| Kohlenhydrate | 59,8 g |
| einschließlich Zucker | 7,7 g |
| Lipide | 17,4 g |
| einschließlich gesättigter Fettsäuren | 8,1 g |
| Fasern | 7,8 g |
| Natrium | 820 mg |
| Vitamine | |
| Vitamin A | 70 % der empfohlenen Tagesdosis (RDA) |
| Vitamin C | 22% AJR |
| Vitamin B9 | 18% AJR |
| Mineralien | |
| Kalium | 24% AJR |
| Magnesium | 20% AJR |
| Eisen | 14% AJR |
* RDA = Empfohlene Tagesdosis
📝 Notizen
findet man Hiobstränen manchmal in Bioläden oder im Regal für Urgetreide. Sind die Körner sehr trocken oder groß, verlängert sich die Kochzeit um 5 bis 10 Minuten: Vertrauen Sie Ihrem Geschmack und geben Sie bei Bedarf etwas Brühe hinzu.
💡 Tipps vom Küchenchef
Die wirklich gute Methode: Halten Sie eine kochend heiße Brühe bereit und geben Sie die Hiobstränen nach und nach hinzu. Hiobstränen mögen es, sanft zu köcheln; wenn man sie alle auf einmal hinzufügt, wird die Konsistenz weniger angenehm.
Und wenn Sie ein besonders luxuriöses Ergebnis im Bistro-Stil erzielen möchten, geben Sie zum Schluss noch ein zusätzliches Stück Butter (5 bis 10 g) hinzu.
🔄 Variationen
- Traditionelles Rezept für Hiobstränen, etwas kräftiger: Die Pilze vor dem Beiseitestellen mit 4 cl trockenem Weißwein ablöschen und dann 1 Minute einkochen lassen.
- Kräutervariante: Ersetzen Sie die Hälfte der Petersilie durch gehackten Schnittlauch für eine frischere Note.

