Korsische Frischkäse-Krapfen: das Rezept

Korsischer Frischkäsekrapfen

Ich habe eine Schwäche für korsische Krapfen mit Frischkäse, die noch warm serviert werden, mit einer dünnen, knusprigen Kruste und einem weichen, fluffigen Inneren. Als ich sie zum ersten Mal selbst gemacht habe, wurde mir etwas klar: Das Geheimnis liegt nicht in einem komplizierten Teig, sondern in zwei einfachen Details – der Konsistenz des Käses (gut abgetropft) und der Temperatur des Öls (perfekt konstant). Wenn diese beiden stimmen, gelingt es garantiert jedes Mal.

In meiner klassischen Variante, genau wie dort, verwende ich frischen korsischen Käse wie Brocciu (oder alternativ frischen Brousse/Ricotta), Eier, etwas Mehl, eine Prise Zucker und Zitronenschale. Die Zitrone verleiht dem Käse eine feine Note, ohne ihn zu überdecken. Dazu serviere ich gerne einen Salat aus gemischten Blattsalaten und einigen Clementinenspalten: Das gleicht die Reichhaltigkeit aus, bringt etwas Frische ins Spiel und unterstreicht das mediterrane Flair.

Im Prinzip ist es ganz einfach: Man rührt den Teig an, lässt ihn kurz ruhen, damit das Mehl die Flüssigkeit aufsaugen kann, und frittiert ihn dann löffelweise. Der Donut sollte an der Oberfläche schwimmen und leicht bräunen, aber nicht innerhalb von 30 Sekunden verbrennen. Ich orientiere mich dabei an den visuellen Anzeichen; das ist zuverlässiger als ein Thermometer, falls Sie keins haben.

Rein ernährungsphysiologisch gesehen sind es Krapfen, also eine kleine Sünde, aber der Frischkäse liefert wertvolles Eiweiß und Kalzium. Zusammen mit einem zitronigen Salat ergibt das eine leckere und leichte Vorspeise.

Korsischer Frischkäsekrapfen

Rezept von Nathalie Laplace
5,0 basierend auf 1 Stimme
Art des Gerichts: NachtischKüche: FranzösischSchwierigkeit: einfach
Portionen

4

Portionen
Vorbereitungszeit

17

Minuten
Garzeit

15

Minuten
Kalorien

488

kcal
Gesamtzeit

45

Minuten

Goldbraune korsische Krapfen mit einer dünnen, knusprigen Kruste und einer weichen, frischen Käsefüllung. Serviert als Vorspeise mit einem kleinen Salat und etwas Honig, sind sie einfach, unkompliziert und unglaublich lecker.

Kochmodus

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Zutaten

  • 300 g frischer Brokkoli (oder frischer Busch-/Ricotta-Brokkoli), gut abgetropft

  • 2 Eier

  • 120 Weizenmehl g

  • 30 g Zucker

  • 1 eine Prise Salz

  • 1/2 Beutel Backpulver (ca. 5 g)

  • 1 Zitrone (fein abgeriebene Schale)

  • 1 Esslöffel Brandy (optional, traditionell: Brandy oder Likör)

  • 700 ml neutrales Frittieröl (Sonnenblumen- oder Traubenkernöl)

  • 2 eine Handvoll junger Triebe (Feldsalat/Rucola) zum Servieren

  • 2 Clementinen (oder 1 Orange) in Segmente geschnitten zum Servieren

  • 1 Esslöffel Honig (optional, zum Beträufeln beim Servieren)

Anweisungen

  • Den Frischkäse abtropfen lassen: Legen Sie ihn für 10 Minuten in ein feines Sieb (oder ein Käsetuch), um überschüssige Molke zu entfernen. Je trockener er ist, desto besser behalten die Krapfen ihre Form.
  • Den Brokkoli-Käse in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Eier, Zucker, Salz, Zitronenschale und Brandy (falls verwendet) hinzufügen. Alles glatt rühren.
  • Mehl und Backpulver hinzufügen. Nur so lange rühren, bis kein Mehl mehr sichtbar ist. Der Teig sollte dickflüssig sein und in einem dicken Band vom Löffel fließen. Ist er zu flüssig, 1 Esslöffel Mehl hinzufügen. Ist er zu fest, 1 Esslöffel Wasser unterrühren.
  • Lassen Sie den Teig 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen: Das Mehl quillt auf, und der Teig wird beim Backen gleichmäßiger.
  • Erhitzen Sie das Öl in einem ausreichend tiefen Topf (oder einer Fritteuse). Die Temperatur sollte etwa 170–175 °C betragen. Falls Sie kein Thermometer haben: Geben Sie ein sehr kleines Stück Teig hinein; es sollte leicht aufgehen, brutzeln und in etwa 60–90 Sekunden goldbraun werden, nicht sofort.
  • In kleinen Portionen zubereiten: Einen Esslöffel Teig nehmen und mit einem zweiten Löffel ins Öl gleiten lassen. Die Pfanne nicht überfüllen, da sonst die Temperatur sinkt und die Krapfen matschig werden.
  • 2 bis 3 Minuten braten, nach der Hälfte der Zeit wenden, dann weiterbraten, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Wer den süß-herzhaften Kontrast mag, kann nach Belieben eine Prise Salz hinzufügen.
  • Sofort servieren: Die Krapfen mit einem kleinen Salat aus jungen Blattsalaten und Clementinenspalten anrichten. Ein dünner Honigträufeln über die Krapfen passt hervorragend zum korsischen Stil, besonders wenn Zitrone im Spiel ist.

📊 Nährwertangaben

1 Portion (ca. 180 g, ~4–5 Donuts + Salat)

NährstoffWert
Kalorien488 kcal
Proteine18 g
Kohlenhydrate39 g
einschließlich Zucker17 g
Lipide29 g
einschließlich gesättigter Fettsäuren8 g
Fasern2 g
Natrium360 mg
Vitamine
Vitamin A12% AJR
Vitamin C35% AJR
Vitamin B222% AJR
Mineralien
Kalzium28% AJR
Phosphor24% AJR
Kalium10% AJR

* RDA = Empfohlene Tagesdosis


📝 Notizen

Damit die Donuts 10–15 Minuten lang knusprig bleiben: Legen Sie sie auf ein Kuchengitter (nicht auf einen Teller) und schieben Sie sie bei leicht geöffneter Ofentür in den auf 90 °C vorgeheizten Ofen. Und passend zur Jahreszeit: Clementine harmoniert wunderbar mit Zitrone und Frischkäse.


💡 Tipps vom Küchenchef

Die eigentliche Falle ist zu heißes Öl: Es bräunt schnell und bleibt innen kaum fest. Halten Sie die Frittiertemperatur „hoch, aber nicht zu hoch“ (170–175 °C) und frittieren Sie in kleinen Portionen. Und falls Ihr Käse viel Wasser abgibt, lassen Sie ihn gut abtropfen, sonst zerfällt der Teig.


🔄 Variationen

  • Für eine zitronigere Variante: Geben Sie zusätzlich 1 Teelöffel Zitronensaft zum Teig (nicht zu viel, sonst wird er zu flüssig).
  • Korsische Kräutervariante (salziger): Ersetzen Sie den Zucker durch 1 Teelöffel, fügen Sie 1 Esslöffel gehackte Minze oder Nepita hinzu und servieren Sie das Gericht nur mit Salat (ohne Honig).

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