Veilchengelee: das Rezept

Violettes Gelee

Wie viele andere entdeckte ich Veilchengelee auf einer leicht gebutterten Scheibe Brot. Sein zartes, blumiges Aroma erinnerte mich an Veilchenbonbons – nur viel natürlicher. Beim ersten Mal verstand ich etwas Einfaches: Es kommt auf eine kurze, aber präzise Ziehzeit und das richtige Verhältnis von Zucker und Säure an. Zieht es zu lange, wird es trüb und matschig. Zieht es nicht lange genug, verfliegt der Geschmack.

In meiner Version bleibe ich bei der klassischen Basis: einem Aufguss aus Blüten, Zucker, etwas Zitrone zur Aromaverstärkung und besseren Aufnahme sowie Pektin (die zuverlässigste Methode in nur 45 Minuten). Der kleine Trick, der den entscheidenden Unterschied macht, ist, die Veilchen vor dem Aufguss leicht zwischen den Fingern zu zerdrücken: Dadurch werden die ätherischen Öle freigesetzt, ohne die Blüten zu beschädigen.

Es ist unglaublich vielseitig einsetzbar: zu Brioche, Crêpes, Frischkäse oder als Klecks auf frischem Ziegenkäse. Und wer es gerne schlicht mag, kann mit einem Löffel davon im Obstsalat (mit Birne oder Erdbeere) im Handumdrehen ein elegantes Sonntagsdessert kreieren.

Rein ernährungswissenschaftlich betrachtet, ist es ehrlich gesagt ein Gelee und besteht daher hauptsächlich aus Zucker. Der Vorteil liegt aber im intensiven Aroma: Schon eine kleine Menge genügt, um es zu aromatisieren, und man kann es eher als süße Beilage denn als dicke Marmeladenschicht verwenden.

Violettes Gelee

Rezept von Nathalie Laplace
5,0 basierend auf 4 Stimmen
Art des Gerichts: BEGLEITUNGKüche: FranzösischSchwierigkeit: Durchschnitt
250-g-Gläser

2

250-g-Gläser
Vorbereitungszeit

15

Minuten
Garzeit

15

Minuten
Kalorien

231

kcal
Gesamtzeit

45

Minuten

Ein zartes, duftendes Gelee mit einem dezenten violetten Schimmer, perfekt auf Toast, Naturjoghurt oder als Topping für Panna cotta. Der blumige Geschmack bleibt deutlich erhalten, ohne zu süß zu werden.

Kochmodus

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Zutaten

  • 25 g Veilchen (frische essbare Blüten, ohne Stiele)

  • 500 ml Wasser

  • 450 g Puderzucker

  • 1 Zitrone (fein abgeriebene Schale + 30 ml Saft)

  • 8 g NH-Pektin (oder Marmeladenpektin)

  • 1 kleiner Apfel (ca. 120 g) mit Schale, in dünne Spalten geschnitten

  • 1 eine Prise Salz

Anweisungen

  • Sortieren Sie die Veilchen: Entfernen Sie die Stiele und das Grün. Spülen Sie sie gegebenenfalls kurz mit kaltem Wasser ab und trocknen Sie sie anschließend auf einem Tuch. Zerreiben Sie sie vorsichtig zwischen den Fingern, um ihren Duft freizusetzen.
  • Gießen Sie das Wasser in einen Topf. Geben Sie den geviertelten Apfel (mit Schale), die Zitronenschale und eine Prise Salz hinzu. Lassen Sie alles 5 Minuten köcheln.
  • Die Hitze abstellen. Die Veilchen hinzufügen, abdecken und 15 Minuten ziehen lassen. Der Topf muss fest verschlossen bleiben, damit die Aromen erhalten bleiben.
  • Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb (oder ein Mulltuch) abseihen. Apfel und Blüten vorsichtig ausdrücken, um so viel Flüssigkeit wie möglich zu gewinnen, ohne sie zu sehr zu zerdrücken (sonst kann das Gelee trüb werden). Sie sollten etwa 450–500 ml Aufguss erhalten.
  • Vermischen Sie das Pektin mit 50 g Zucker (von den 450 g). Diese Mischung verhindert Klümpchenbildung.
  • Den abgeseihten Aufguss zurück in den Topf geben. Zitronensaft hinzufügen. Erhitzen, bis es köchelt.
  • Sobald die Flüssigkeit zu köcheln beginnt, die Zucker-Pektin-Mischung unter ständigem Rühren nach und nach einfließen lassen. 1 Minute kochen lassen.
  • Den restlichen Zucker (400 g) hinzufügen. Erneut aufkochen lassen und unter ständigem Rühren 3 bis 4 Minuten kochen lassen. Die Masse sollte leicht am Löffelrücken haften bleiben.
  • Eventuell entstehenden Schaum abschöpfen. Sofort in saubere (idealerweise sterilisierte) Gläser füllen, verschließen und 1 Minute lang kopfüber halten, dann wieder umdrehen. Bei Zimmertemperatur fest werden lassen.

📊 Nährwertangaben

1 Portion (ca. 60 g)

NährstoffWert
Kalorien231 kcal
Proteine0 g
Kohlenhydrate58 g
einschließlich Zucker57 g
Lipide0 g
einschließlich gesättigter Fettsäuren0 g
Fasern0,4 g
Natrium75 mg
Vitamine
Vitamin C6% AJR
Vitamin B91% AJR
Vitamin A1% AJR
Mineralien
Kalium2% AJR
Magnesium1% AJR
Kalzium1% AJR

* RDA = Empfohlene Tagesdosis


📝 Notizen

NH-Pektin sorgt für ein gleichmäßiges Gelieren und eine schöne, gelartige Konsistenz. Wenn Sie spezielles Marmeladenpektin verwenden, gehen Sie genauso vor: Mischen Sie es zuerst mit etwas Zucker und geben Sie es dann unter ständigem Rühren in die heiße Masse.


💡 Tipps vom Küchenchef

Für eine intensivere Farbe ohne Rezeptänderung die Ziehzeit anpassen (15 Minuten sind ein guter Wert). Falls das Gelee zu fest wird, beim nächsten Mal die Pektinmenge auf 6 g reduzieren. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.


🔄 Variationen

  • Ohne Apfel: Ersetzen Sie den Apfel durch zusätzliche 2 g Pektin (der Apfel trägt auf natürliche Weise zur Textur bei).
  • Für ein spritzigeres Gelee: Erhöhen Sie die Menge des Zitronensafts auf 40 ml für ein helleres Gelee, das hervorragend zu frischem Käse passt.

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2 Kommentare zu „Veilchengelee: Das Rezept“

  1. Wenn die Verwendung von Äpfeln oder Pektin ein Problem darstellt, sollten Sie Agar-Agar in Betracht ziehen. Es handelt sich dabei um ein natürliches Geliermittel (es wird aus einer Alge gewonnen), das absolut geschmacksneutral und einfach anzuwenden ist.

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