Koreanisches Tteokbokki: Das Rezept ohne Chili

Tteokbokki ohne Chili

Lange Zeit glaubte ich, Tteokbokki sei zwangsläufig „entweder scharf oder gar nicht“. Doch als ich es dann selbst zu Hause zubereitete, verstand ich, dass der Charme des Gerichts nicht nur vom Gochujang kommt: Es ist vor allem die Zartheit des Tteok, die Sauce, die es umhüllt, und der subtile, tiefe Geschmack der koreanischen Brühe.

Meine Version ohne Chili bleibt in der Zubereitungstechnik dem klassischen Tteokbokki treu: Wir beginnen mit einer Brühe aus Seetang und Sardellen (der traditionellen Basis), reduzieren eine schöne, glänzende Sauce und fügen die typischen Beilagen hinzu (Fischfrikadellen, Eier, Frühlingszwiebeln).

Statt Chili verwende ich Sojasauce, eine Prise Knoblauch, etwas Zucker und einen Hauch Sesamöl, um den Suchtfaktor zu erhalten.

Je nach Jahreszeit füge ich gerne knackiges Gemüse hinzu, das sich harmonisch in die Soße einfügt: dünn geschnittene Karotten und Lauch sowie eine Handvoll Spinat ganz zum Schluss. Das sorgt für Frische und Farbe und gleicht ein Gericht aus, das sonst schnell zu einer reinen „Kohlenhydrat-Soßen-Mischung“ werden könnte.

Wenn du noch nie Tteok zubereitet hast, keine Sorge: Du musst nur darauf achten, sie nicht zu lange zu kochen. Sobald sie weich und saftig sind, lass die Sauce darüberziehen und dann kannst du sie genießen. Tteok ist eine perfekte Vorspeise zum Teilen, besonders wenn du Lust auf etwas Herzhaftes ohne extreme Schärfe hast.

Tteokbokki ohne Chili

Rezept von Nathalie Laplace
5,0 basierend auf 1 Stimme
Art des Gerichts: EingangKüche: KoreanischSchwierigkeit: Durchschnitt
Teile

4

Teile
Vorbereitungszeit

15

Minuten
Garzeit

30

Minuten
Kalorien

392

kcal
Gesamtzeit

45

Minuten

Weiche, fluffige Tteok in einer milden, glänzenden und unglaublich wohltuenden koreanischen Sauce, ganz ohne Chili. Es bleibt dem klassischen Gericht treu und bietet genau die richtige Menge an Geschmack und Umami.

Kochmodus

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Zutaten

  • 500 g Tteok (koreanische Reiskuchen) in Stäbchenform

  • 600 ml Wasser

  • 10 g Kombu (getrockneter Seetang)

  • 15 g getrocknete Sardellen (große Sardellen, wenn möglich ausgenommen)

  • 200 g geschnittene Eomuk (Fischfrikadellen)

  • 2 Eier

  • 1 Karotte (ca. 120 g)

  • 1 Lauch (ca. 150 g)

  • 60 g junge Spinatblätter

  • 3 Knoblauchzehen

  • 2 Esslöffel Sojasauce (ca. 30 ml)

  • 1 Esslöffel Zucker (ca. 12 g)

  • 1 Esslöffel Reissirup oder Honig (ca. 15 g)

  • 1 Esslöffel Mirin (ca. 15 ml)

  • 1 Teelöffel geröstetes Sesamöl (ca. 5 ml)

  • 1 Teelöffel Sesamsamen (ca. 3 g)

  • 2 Frühlingszwiebeln

  • 1 eine Prise Salz (je nach Salzgehalt der Sojasauce)

Vorbereitungsschritte

  • Sind Ihre Tteok vakuumverpackt und bereits weich, fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Sind sie hart (trockene Tteok), weichen Sie sie 20 Minuten in kaltem Wasser ein und lassen Sie sie anschließend abtropfen.
  • Brühe zubereiten: 600 ml Wasser in einen Topf geben, Kombu hinzufügen und 10 Minuten in kaltem Wasser ziehen lassen. Anschließend erhitzen, bis es köchelt. Den Kombu kurz vor dem Kochen entfernen (sonst wird er bitter). Die getrockneten Sardellen hinzufügen und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Die Brühe durch ein Sieb gießen, um eine klare Brühe zu erhalten.
  • Während die Brühe erhitzt wird, die Eier in einem kleinen Topf mit siedendem Wasser 9 Minuten lang hart kochen. Abkühlen lassen, schälen und beiseite stellen.
  • Die Karotte in dünne Halbmonde schneiden. Den Lauch (weiße und zartgrüne Teile) in dünne Ringe schneiden. Den Knoblauch fein hacken. Die Frühlingszwiebeln in Stücke schneiden (einige grüne Teile zum Garnieren beiseitelegen).
  • In einer großen Sauteuse oder einem breiten Topf 500 ml Brühe erhitzen (den Rest aufbewahren). Sojasauce, Zucker, Reissirup (oder Honig), Mirin und Knoblauch hinzufügen. Umrühren und 2 Minuten köcheln lassen, bis sich alles aufgelöst hat und die Flüssigkeit etwas eingedickt ist.
  • Geben Sie die Reisnudeln, Karotten und Lauch hinzu. Lassen Sie alles 8 bis 12 Minuten köcheln und rühren Sie dabei häufig um (die Reisnudeln neigen dazu, anzubrennen). Geben Sie etwas Brühe hinzu, falls die Sauce zu schnell einkocht, bevor die Reisnudeln gar sind.
  • Sobald die Tteok weich sind und die Sauce eingedickt (glänzend und leicht sirupartig) ist, die Eomuk-Scheiben hinzufügen. Weitere 3 bis 4 Minuten kochen lassen.
  • Spinat und Frühlingszwiebeln hinzufügen und 30 Sekunden lang dünsten, bis sie zusammenfallen. Herdplatte ausschalten und Sesamöl hinzufügen.
  • Sofort in kleinen Schüsseln servieren. Pro Person ein halbes hartgekochtes Ei hinzufügen, mit Sesamkörnern bestreuen und mit etwas Grün einer Frühlingszwiebel garnieren.

📊 Nährwertangaben

1 Portion (ca. 330 g)

NährstoffWert
Kalorien392 kcal
Proteine16,8 g
Kohlenhydrate68,4 g
einschließlich Zucker10,2 g
Lipide5,1 g
einschließlich gesättigter Fettsäuren1,0 g
Fasern3,6 g
Natrium980 mg
Vitamine
Vitamin A55% AJR
Vitamin C22% AJR
Vitamin B918% AJR
Mineralien
Eisen20% AJR
Kalium16% AJR
Phosphor22% AJR

* RDA = Empfohlene Tagesdosis


📝 Notizen

servieren Tteokbokki als Vorspeise, rechnen Sie mit einer kleinen Schüssel pro Person. Als Hauptgericht erhöhen Sie die Menge auf 700 g Tteokbokki und etwas mehr Brühe, ohne das Reduktionsverhältnis zu verändern.


💡 Tipps vom Küchenchef

Die Brühe ist entscheidend: Vor dem Kochen unbedingt den Kombu entfernen und die Sardellen abseihen, um einen reinen Geschmack zu erhalten. Für eine reichhaltige, sämige Sauce die Brühe unter gelegentlichem Rühren sanft köcheln lassen: Sie dickt dank der Stärke im Tteok auf natürliche Weise ein.


🔄 Variationen

  • Falls Sie kein Eomuk finden, können Sie es durch einfache Surimi-Streifen oder Fischbällchen ersetzen und dabei die gleiche Vorgehensweise beibehalten (am Ende des Garvorgangs hinzufügen).
  • Für eine noch mildere, chilifreie Variante die Sojasauce auf 1,5 EL reduzieren und dies durch 1 bis 2 EL zusätzliche Brühe ausgleichen.

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