Ich habe eine Schwäche für Pflaumentarte, wenn der Spätsommer sanft in den Herbst übergeht: Sie duftet nach wohliger französischer Küche, unkompliziert, aber mit dem gewissen Etwas sorgfältiger Konditorei.
Ich habe dieses Tarte-Rezept perfektioniert, um eine rustikale und unglaublich leckere Tarte zu kreieren, bei der die Früchte voll zur Geltung kommen. Und wenn man eine Reine-Claude-Pflaumentarte und eine Quetschpflaumentarte nach demselben Prinzip kombiniert, erhält man ein wahrhaft unwiderstehliches Fruchtdessert: die Reine-Claude-Pflaume, rund und honigsüß, und die Quetschpflaume, spritziger und fast würzig.
Als Basis verwende ich einen reichhaltigen und sehr krümeligen Mürbeteig, ganz im Sinne des Mürbeteigs von Anne-Sophie Pic (ich denke dabei an diesen "großen Dessert"-Ansatz, der aber dennoch zu Hause umsetzbar ist).
Dies ist kein grammgenaues Rezept, sondern vielmehr eine Inspiration: gute Butter, eine sandige Konsistenz und Backen mit knusprigem Rand. Anne-Sophie Pic steht für Präzision und Finesse; ich behalte diese Idee bei, erkläre aber alles ganz einfach.
Für die Zubereitung backe ich bewusst eine rustikale Obsttarte: Die Ränder werden umgeschlagen, Perfektion ist nicht das Ziel, und so kommen die Pflaumen besonders gut zur Geltung. Damit sie nicht durchweicht, bestäube ich sie mit einer dünnen Schicht Mandelmehl, das den Saft aufsaugt. Das Ergebnis: eine Pflaumentarte mit knusprigem Rand, einem Mürbeteig, der nicht durchweicht, und Früchten, die perfekt sichtbar bleiben.
Und ja, auch „Cuisine et gourmandise“ und Jaclyne verdienen Anerkennung: Ich liebe diese Philosophie des Teilens bei selbstgemachten Törtchen – großzügig, saisonal und immer ein bisschen üppiger, als wir ursprünglich geplant hatten.

Reine Claude Pflaumentorte, Quetsche-Pflaume, auf Mürbeteig im Stil von Anne-Sophie Pic
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MinutenEine wahrhaft französische Pflaumentarte, irgendwo zwischen rustikalem Kuchen und elegantem Fruchtdessert. Reine-Claude- und Quetschpflaumen harmonieren perfekt auf einem Mürbeteig, der an Anne-Sophie Pics Rezept erinnert – knusprig und doch zartschmelzend.
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Zutaten
210 g Weizenmehl (T55)
125 g sehr kalte, ungesalzene Butter, gewürfelt
85 Puderzucker g
1 eine Prise feines Salz
1 Ei (ca. 55 g ohne Schale)
25 Mandelmehl g
350 g Reine -Claude-Pflaumen (entsteint, geviertelt)
350 g Pflaumen (entsteint, geviertelt)
35 g brauner Zucker
1 Esslöffel Maisstärke (ca. 10 g)
1/2 Teelöffel Zimt (optional)
1 Eigelb + Esslöffel Milch zum Bestreichen
1 Esslöffel brauner Zucker für den Rand (optional)
1 Esslöffel Aprikosenmarmelade (optional, zum Glasieren)
Vorbereitungsschritte
- Bereiten Sie den Mürbeteig zu: Mehl, Puderzucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Die kalte Butter in Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen (oder in einer Küchenmaschine mit dem Rührbesen) einarbeiten, bis die Konsistenz an groben Sand erinnert.
- Das Ei hinzufügen und nur so lange verrühren, bis ein Teig entsteht. Falls der Teig zu trocken erscheint, weitere 20 bis 30 Sekunden kneten, bis er sich verbindet. Den Teig nicht zu lange bearbeiten, damit er seine krümelige Konsistenz behält.
- Den Teig zu einer Scheibe flachdrücken, in Frischhaltefolie wickeln und 15 Minuten im Gefrierschrank (oder 35 Minuten im Kühlschrank, falls Sie Zeit haben) ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 190 °C (Umluft) vorheizen.
- Die Früchte vorbereiten: In einer großen Schüssel die Reine-Claude- und Quetschpflaumen mit dem braunen Zucker, der Speisestärke und dem Zimt (falls verwendet) vermengen. 5 Minuten ziehen lassen; es tritt etwas Saft aus, das ist normal, die Speisestärke hilft beim Binden während des Kochens.
- Den Teig ausrollen: Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig zu einem Kreis von etwa 28 cm Durchmesser ausrollen (er muss nicht perfekt rund sein, es ist eine rustikale Tarte). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
- Bestreuen Sie die Mitte mit Mandelpulver, lassen Sie dabei einen 4 cm breiten Rand frei. Verteilen Sie die Pflaumen darauf und drücken Sie sie leicht an (sie zergehen beim Backen).
- Den Rand über das Obst falten, sodass Falten entstehen. Die Ränder mit der Eigelb-Milch-Mischung bestreichen und nach Belieben mit etwas braunem Zucker bestreuen, um eine knusprige Note zu erzielen.
- 34 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist und der Fruchtsaft stellenweise blubbert (das ist ein Zeichen dafür, dass er fest ist). 20 Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen.
- Optionale Veredelung: Die Aprikosenmarmelade 15 Sekunden lang in der Mikrowelle erwärmen und anschließend ganz leicht über die Früchte streichen, um einen dezenten Glanz zu erzielen.
📊 Nährwertangaben
1 Portion (ca. 235 g)
| Nährstoff | Wert |
|---|---|
| Kalorien | 646 kcal |
| Proteine | 9 g |
| Kohlenhydrate | 86 g |
| einschließlich Zucker | 44 g |
| Lipide | 30 g |
| einschließlich gesättigter Fettsäuren | 17 g |
| Fasern | 6 g |
| Natrium | 170 mg |
| Vitamine | |
| Vitamin C | 22% AJR |
| Vitamin E | 12% AJR |
| Vitamin K | 10% AJR |
| Mineralien | |
| Kalium | 16% AJR |
| Magnesium | 9% AJR |
| Eisen | 8% AJR |
* RDA = Empfohlene Tagesdosis
📝 Notizen
Die Tarte hält sich im Kühlschrank, idealerweise abgedeckt, zwei Tage. Für einen knusprigeren Boden 6 bis 8 Minuten bei 160 °C (325 °F) aufwärmen. Der Mürbeteig kann am Vortag (mit Frischhaltefolie abgedeckt) zubereitet und am nächsten Tag ausgerollt werden.
💡 Tipps vom Küchenchef
Für einen leichter auszurollenden Mürbeteig diesen kalt, aber nicht hart verarbeiten: 10 Minuten im Gefrierschrank genügen oft. Falls die Pflaumen und Zwetschgen viel Saft abgeben, einen zusätzlichen Teelöffel Speisestärke hinzufügen. Warm mit einem Klecks Crème fraîche oder Naturjoghurt servieren.
🔄 Variationen
- Eine noch „gastro“-lastigere Variante: Ersetzen Sie das Mandelmehl durch 40 g Express-Frangipane (Mandelmehl + weiche Butter + Zucker + 1/2 Ei).
- Für eine rustikalere Variante: Geben Sie nach der Hälfte der Garzeit eine Handvoll Mandelblättchen zum Obst, um einen knackigen Biss zu erzielen.

