Als ich zum ersten Mal echten Himbeerbrand roch, verstand ich, warum er manchmal als der „Geist“ der Frucht bezeichnet wird. Er ist lebendig, präzise, fast blumig und hat nichts mit einem süßen Likör zu tun.
Bei diesem traditionellen Rezept verwendet man reife Himbeeren, lässt sie eine Weile ziehen und destilliert sie anschließend, wobei man die Trauben (Köpfe, Herzen, Stiele) sauber trennt. Dadurch erhält der Destillat einen reinen, klaren Alkohol ohne Lösungsmittelnoten oder Schwere.
Hier ist eine einfache, traditionelle Familienmethode. Wichtig sind Geduld und Sorgfalt: ein gutes Einmachglas, hochwertiger neutraler Alkohol zur Extraktion der Aromen und anschließend eine schonende Destillation. Vor allem muss die Reduktion (Zugabe von Wasser) langsam und in kleinen Schritten erfolgen, um die Aromen nicht zu zerstören.
Was die Saison betrifft, hier ein klassischer Tipp: Verfeinern Sie Ihr Eau-de-vie dezent mit etwas Zitronenschale und einem Hauch Vanille. Die Aromen sollten nicht überdeckt, sondern abgerundet und abgerundet werden. Wenn Sie kräftigere Eaux-de-vie bevorzugen, verwenden Sie diese Zutaten sparsam.
Noch ein wichtiger Hinweis: Die Herstellung von Alkohol ist gesetzlich geregelt und kann je nach Land/Region ohne Genehmigung verboten sein. Ich beschreibe das traditionelle Rezept aus kulinarischen und kulturellen Gründen; informieren Sie sich bitte vorab über die geltenden Gesetze.
Wenn eine Destillation für Sie nicht möglich ist, ergibt bereits die Mazeration eine sehr duftende Basis, aber es wird dann kein Brandy mehr im engeren Sinne sein!

Himbeerbrandy
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kcal56
MinutenEin Rezept für einen altmodischen, duftenden und reinen Himbeerbrand , hergestellt durch Mazeration und anschließende Destillation. Hier erkläre ich die traditionelle Methode und die Schritte, die einen reinen Brand ohne jeglichen Kochgeschmack oder Bitterkeit ergeben.
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Zutaten
800 g Himbeeren sehr reife
70 cl 96° neutraler Alkohol (Fruchtalkohol, Lebensmittelqualität, gemäß den Vorschriften)
250 ml Quellwasser (zur Reduzierung gegebenenfalls anpassen)
1 Bio-Zitrone (dünn geschält, ohne die weiße Haut)
1/2 Vanilleschote
1 eine Prise feines Salz (optional, um den Geschmack abzurunden)
Vorbereitungsschritte
- Sortieren Sie die Himbeeren: Entfernen Sie beschädigte Früchte. Waschen Sie sie nicht unter Wasser (dadurch wird der Geschmack beeinträchtigt); trocknen Sie sie gegebenenfalls vorsichtig ab.
- Die Himbeeren in einem großen, sauberen Einmachglas (1,5 bis 2 l) grob zerdrücken. Es geht nicht darum, ein glattes Püree herzustellen, sondern die Früchte nur aufzubrechen.
- Die sehr fein abgeriebene Zitronenschale (ohne die weiße Haut) und die aufgeschnittene Vanilleschote hinzufügen. Den neutralen Alkohol dazugeben. Schließen.
- Lassen Sie die Mischung 7 bis 14 Tage lang lichtgeschützt bei Zimmertemperatur ziehen. Schütteln Sie das Glas die ersten 3 Tage einmal täglich vorsichtig, danach lassen Sie es in Ruhe. Es sollte ein klarer Himbeerduft ohne marmeladige Noten wahrnehmbar sein. Entfernen Sie die Vanille nach 48 Stunden, damit der Duft nicht zu intensiv wird.
- Zuerst durch ein Spitzsieb filtern, dann ein zweites Mal durch einen Kaffeefilter oder ein Mulltuch. Nehmen Sie sich Zeit: Je klarer die Flüssigkeit, desto reiner die Destillation.
- Destillation (sofern gesetzlich zulässig): Gießen Sie die gefilterte Mazeration in eine saubere Destillierapparatur. Erhitzen Sie sie vorsichtig. Verwerfen Sie den Vorlauf (die ersten Milliliter): Er riecht nach Lösungsmittel und ist ungeeignet. Bewahren Sie den Mittellauf auf, solange das Aroma klar und fruchtig bleibt. Sobald er schwerer und pflanzlich wird oder der Alkoholgehalt deutlich sinkt, haben Sie den Nachlauf erreicht: Stellen Sie die Sammlung des Mittellaufs ein.
- Lassen Sie das Destillat (das Herzstück) 24 Stunden ruhen, wenn möglich mit aufgesetztem, aber nicht luftdichtem Verschluss, damit sich die flüchtigsten Aromen verflüchtigen können.
- Reduktion: Messen Sie den gewünschten Grad. Geben Sie das Quellwasser portionsweise (z. B. 20–30 ml auf einmal) unter ständigem Rühren hinzu, bis Sie etwa 45° (oder 40° für eine weichere Variante) erreicht haben. Eine Prise feines Salz rundet den Geschmack ab, aber seien Sie sparsam damit.
- Abfüllung: In eine saubere Flasche füllen. Vor dem Verkosten mindestens 2 Wochen (idealerweise 1 bis 2 Monate) reifen lassen. Gekühlt in einem kleinen Glas servieren oder zum Kochen verwenden (z. B. für Baba, Obstsalat oder flambiertes Essen).
📊 Nährwertangaben
1 Portion (ca. 50 ml)
| Nährstoff | Wert |
|---|---|
| Kalorien | 116 kcal |
| Proteine | 0 g |
| Kohlenhydrate | 0,4 g |
| einschließlich Zucker | 0,4 g |
| Lipide | 0 g |
| einschließlich gesättigter Fettsäuren | 0 g |
| Fasern | 0 g |
| Natrium | 1 mg |
| Vitamine | |
| Vitamin C | 1% AJR |
| Vitamin B9 | 0% AJR |
| Vitamin E | 0% AJR |
| Mineralien | |
| Kalium | 0% AJR |
| Magnesium | 0% AJR |
| Eisen | 0% AJR |
* RDA = Empfohlene Tagesdosis
📝 Notizen
Sicherheitshinweis/Rechtliches: Die Herstellung von Alkohol kann streng reguliert oder ohne Genehmigung verboten sein. Informieren Sie sich und beachten Sie die geltenden Gesetze. Verkostungshinweis: Dies ist eine starke Spirituose; servieren Sie sie in kleinen Mengen. Übermäßiger Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich.
💡 Tipps vom Küchenchef
Für einen reineren Geschmack verwenden Sie für Ihren Likör sehr reife, aber nicht zerdrückte Himbeeren. Die Zitronenschale sollte mikroskopisch klein sein: Zu viel Schale überdeckt den Zitrusgeschmack.
Beim Reduzieren langsam vorgehen: Zu schnelles Hinzufügen von Wasser kann die Aromen trüben und "einschließen".
🔄 Variationen
- Keine Abwandlungen: Dies ist das traditionelle Rezept für Himbeerbrand (Mazeration, gefolgt von Destillation und Reduktion), und Sie können es anschließend verfeinern. Aber an den Familienschätzen sollte man nichts verändern. 🙂


