Curbelets: das traditionelle Rezept aus der Tarn-Region, leicht abgewandelt

Curbelets

Als ich zum ersten Mal von Curbelets hörte, wurden sie mir mit Akzent ausgesprochen: „Curbélets“. Und da wusste ich, dass ich in die traditionelle Küche des Tarn eingetaucht war, die Art von Leckereien, die man zur Teestunde mit Kaffee oder Tee genießt.

Diese Spezialität aus der Tarnregion ist eines jener unscheinbaren, aber unglaublich leckeren Desserts: dünne Waffeln, fast wie Oblaten, goldbraun gebacken und dann sofort zu kleinen Röhrchen gerollt. Sie sind knusprig, perfekt trocken und halten sich recht gut … wenn sie nicht vorher aufgegessen werden.

Auf der kulturellen Seite stößt man oft auf die Idee, dass der Name vom okzitanischen „Curbel“ (oder einer ähnlichen Wurzel) stammt, was an den Akt des Biegens/Rollens erinnert: Es passt perfekt zur Form.

In der okzitanischen Küche sagen diese einfachen Kleinigkeiten viel aus: Eier, Butter, etwas Mehl, Zucker… und vor allem eine bestimmte Technik.

Ich habe meine Technik durch das Ansehen und Lesen gut erklärter Kochgrundlagen, insbesondere von Chefkoch Simon, erheblich verfeinert, denn letztendlich kommt es auf die Dicke und die Garzeit an.

Hier präsentiere ich Ihnen meine Version des traditionellen Rezepts, die ich verfeinert habe: aromatisiert mit Orangenschale und einem Hauch Vanille, mit einer kleinen saisonalen Note dank des Honigs (anstelle eines Teils des Zuckers) und der Orange.

Der Schlüssel liegt in der Zubereitung: Die Waffel muss sehr dünn und vollständig trocken sein. Rollen Sie sie, solange sie noch heiß und biegsam ist. Nach dem Abkühlen wird sie knusprig und behält ihre Form.

Man kann sie pur genießen, in Schokolade tauchen oder mit Kompott servieren. Aber ehrlich gesagt, zur Teestunde sind sie einfach perfekt: unkompliziert, lecker und unglaublich lecker!

Honig-Curbelets

Rezept von Nathalie Laplace
5,0 basierend auf 1 Stimme
Art des Gerichts: NachtischKüche: FranzösischSchwierigkeit: Durchschnitt
Portionen

4

Menschen
Vorbereitung

22

Minuten
Kochen

16

Minuten
Kalorien

392

kcal
Gesamtzeit

38

Minuten

Ein Rezept für Curbelets (oder Curbélets) aus der Region Tarn: hauchdünne, trockene Waffeln, zu Röhrchen gerollt, ideal als Nachmittagssnack oder zum Tee. Eine Tarn-Spezialität, die auf dem Papier einfach klingt, aber etwas Geschick im Umgang mit dem Waffeleisen erfordert.

Kochmodus

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Zutaten

  • 2 Eier (ca. 55 g pro Stück ohne Schale)

  • 80 g Zucker

  • 25 g Honig (Frühlings- oder Akazienhonig)

  • 90 g Einfetten ungesalzene Butter, geschmolzen + etwas mehr zum

  • 110 g Weizenmehl (T45 oder T55)

  • 1 eine Prise feines Salz

  • 1/2 Teelöffel Vanilleextrakt

  • Die fein abgeriebene Schale von 1 Orange (Menge nach Bedarf anpassen)

  • 1 Esslöffel Orangensaft

  • 1 Esslöffel Orangenblütenwasser (optional)

Vorbereitungsschritte

  • Die Butter vorsichtig schmelzen lassen und abkühlen lassen (sie sollte flüssig, nicht heiß sein).
  • In einer Schüssel die Eier mit dem Zucker, dem Honig und einer Prise Salz verquirlen, bis eine homogene Masse entsteht (sie muss nicht vollständig weiß sein).
  • Vanille, Orangenschale, Orangensaft und, wenn Sie möchten, Orangenblütenwasser hinzufügen.
  • Das Mehl auf einmal unterrühren und so lange kneten, bis ein glatter Teig entsteht.
  • Gießen Sie die warme, geschmolzene Butter unter ständigem Rühren in einem dünnen Strahl hinzu: Der Teig sollte weich und leicht streichfähig sein. Lassen Sie ihn 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen (während das Mehl quillt und das Waffeleisen aufheizt).
  • Heizen Sie Ihr Waffeleisen mit dünner Platte (idealerweise ein Waffeleisen für dünne Waffeln) vor. Fetten Sie es nur ganz leicht mit einem gebutterten Papiertuch ein: Zu viel Fett führt zum Anbraten und Verdicken der Waffel.
  • Einen kleinen Löffel Teig in die Form geben (vorher testen: Der Teig sollte sich zu einer dünnen Scheibe ausbreiten). Abdecken und goldbraun backen, bis er fast nussig duftet: So erhält man trockene und knusprige Curbelets.
  • Nehmen Sie die dünne Waffel sofort nach dem Backen aus dem Ofen. Arbeiten Sie zügig: Rollen Sie sie sofort um den Stiel eines Holzlöffels (oder ein kleines Nudelholz) zu einer Röhre und drücken Sie sie fest zusammen, ohne sie zu zerbrechen. Halten Sie sie 5 bis 10 Sekunden lang fest, bis sie gestockt ist.
  • Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Mit dem restlichen Teig wiederholen und diesen bei Bedarf erneut leicht einfetten.
  • Lassen Sie sie vor dem Verstauen 15 Minuten auf dem Gitter an der Luft trocknen: Dadurch werden sie noch knuspriger.

📊 Nährwertangaben

1 Portion (ca. 4 Curblets, ~80 g)

NährstoffWert
Kalorien392 kcal
Proteine6 g
Kohlenhydrate42 g
einschließlich Zucker23 g
Lipide22 g
einschließlich gesättigter Fettsäuren13 g
Fasern1 g
Natrium105 mg
Vitamine
Vitamin A14% AJR
Vitamin B218% AJR
Vitamin E7% AJR
Mineralien
Phosphor14% AJR
Selen20% AJR
Eisen7% AJR

* RDA = Empfohlene Tagesdosis


📝 Notizen

Die Curbelets in einer Metalldose bei Zimmertemperatur 5 bis 7 Tage aufbewahren. Falls sie weich werden, 4 Minuten bei 150 °C im Backofen erwärmen und anschließend auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


💡 Tipps vom Küchenchef

Das Geheimnis liegt in der Dünne und der tiefgoldenen Farbe: Je heller sie sind, desto weicher werden sie. Wenn Ihre Waffelröllchen brechen, liegt es oft daran, dass sie 10 Sekunden zu lange abgekühlt sind: Rollen Sie sie sofort nach dem Herausnehmen aus dem Waffeleisen zusammen.

Für traditionelle Curbelets, wie sie im Tarn und Umgebung zubereitet werden, wiegt man die erste Teigportion, die gelingt (oft 12 bis 18 g, je nach Waffeleisen), ab und behält diese Menge bei.


🔄 Variationen

  • Rezept für die Schokoladenversion: Tauchen Sie ein Ende der Curbelets in 120 g geschmolzene dunkle Schokolade und lassen Sie sie anschließend auf Backpapier fest werden.
  • Rezept für die Anisvariante: Ersetzen Sie die Orangenschale in Ihren Curbelets durch 1/2 Teelöffel gemahlenen grünen Anis (oder ein paar zerstoßene Samen) für einen besonders südwestlichen Geschmack.

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